Call Cutta – Mobile Phone Theatre

Call Cutta

Sobald das Mobiltelefon in deiner Hand klingelt, beginnt das interkontinentale Theaterstück: Es meldet sich eine Stimme mit indischem Akzent, noch ist sie fremd, bald wird sie zu deinem Verbündeten. „Siehst du vor dir das rote Haus? Geh darauf zu, bück dich als würdest du die Schuhe binden, dann kannst du unauffällig ins Kellerfenster schauen. Sind die Vorhänge offen? Was tut die Angestellte am Schreibtisch?… Dann geh jetzt schnell weiter zur Tür…“ Schritt für Schritt führt das Gespräch durch die Sozialbaulandschaft Kreuzberg West. Wort für Wort wird die Stadt zu einem Film, dessen „Kamera“ ein telefonierender Spaziergänger ist. Der Ton changiert zwischen Service Line, GPS Navigation, Blind Date, Beichte und indischer Gesprächskunst: live, 1:1.

Ein eher unauffälliger Hack: die Theatergruppe Rimini Protokoll engagiert Mitarbeiter eines indischen Call-Centers, die in der Folge Zuschauer über ein Mobiltelefon durch eine Stadt führen. Indem kleine Dinge hervorgehoben werden, muss sich der Zuschauer im urbanen Raum neu finden: was ist Zufall, was ist gespielt, wer ist ein Akteur, was Inszenierung?

Was 2005 in Berlin begonnen hat, führte Rimini Protokoll 2009 in Zürich fort – wiederum auf der Spur, was nun inszeniert ist und was nicht.

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