Der Spanier nennt seine Werke „spider tags” und sich selbst „Spidertag”. Er schlägt Nägel in Wände, Holz, zwischen Pflastersteine oder nutzt schon vorhandene Zäune, Brücken, Metallbänke oder Poller als Basis für seine geometrischen Garn-Kunstwerke.
Schade, eben finde ich dieses Video „THREADS”, das er und drei weitere Yarn-Bombing Künstler als kommerzielle Aktion – sprich Werbung – für einen Sportartikel-Hersteller gemacht haben. Es zeigt die vier bei ihren Kunstaktionen.
Trotzdem: Mehr Bilder von SPIDERTAGs Arbeit auf seinem Flickr-Account.
WANTEDs in Western und Abreißzettel im Supermarkt – jeder kennt sie. Phil Jones kennt sie offenscihtlich auch. Er macht sich unser Gewohnheitsverhältnis zu eigen und schreibt es zu Gunsten des Humors um. Zu offensichtlich für einen hack?… oder genau richtig? more of these street billboards: fanthefiremagazine.com
Irritierendes Projekt auf den Strassen von Zürich! Alles dabei – geheimer Briefkasten, Kostüm, Dérive, Interaktion und Dada-Performance: “Knowbotic Research hat für Kunstpassanten einen Spaziergang entwickelt, der das ganze Jahr über (von November 2009 bis Juni 2010) realisiert werden kann. Die Künstlergruppe bietet an, als MacGhillie durch die Stadt zu streifen, alleine, zu einem selbst bestimmten Zeitpunkt und ohne vorgegebene Route. MacGhillie geht um. Ohne Ziel, ohne Intention, ohne Zweck zieht es durch den kontrollierten Raum. Völlig unbestimmt ist nicht nur, was es macht, sondern auch, was es ist. Nicht Mann, nicht Frau, nicht dominant, nicht unterwerfend – feige und doch gleichzeitig bedrohlich? MacGhillie entzieht sich jeder Einordnung, lässt die Zuschreibungen ins Leere laufen, will nicht kommunizieren. Auch Wiedererkennungen fügen dem nichts hinzu. Wie lange kann das gut gehen in einem postutopischen Raum, in dem alles gemanagt, optimiert und abgesichert werden muss? Gibt es Orte für etwas, das nichts sein will? Das Künstlerkollektiv deponiert in der Stadt einen Tarnanzug in einer roten Box mit Nummernschloss. Zu diesem gelangen Interessierte mittels eines einfachen Anrufs.” via Rebel:Art
Martin Sonneborn überraschte in der heute-Show (ZDF) Leute zu Hause mit einem ungewöhnlichen Vorschlag: Fotos für Street View aus der guten Stube. Dabei erfuhr der Satiriker mehr Privates als erwartet.
Wir hacken den Zoo und seine Besucher, in dem wir ein Fantasietier erfinden, den Halbseidenen Langschnabler.
Der Mensch verlässt sich hierzulande auf die Infotafeln. Wenns auf einer professionell aussehenden Tafel steht, muss der Inhalt stimmen. Die knapp gehaltenen Informationstafeln vermitteln einen Überblick über das Tier, seinen Lebensraum und sein Verhalten. Dank diesen Tafeln können Eltern ihren wissbegierigen Kindern alle Fragen beantworten.
Unser Hack spielt auch auf die natürliche Neugierde an. Immer wieder ertappen wir uns dabei, wie wir vor einem Gehege stehen und das Tier darin nicht finden.
Wir kopieren den Stil der Infokästen im Zürcher Zoo und werden den Inhalt durch unsere eigene Illustration und den erfundenen Text austauschen. Zusätzlich werden das Leitsystem und die Übersichtskarte manipuliert. Das Aussengehege des Schuhschnabels (erstaunlicherweise ein real existierendes Tier), welches zur Zeit leer steht ist sehr geeignet.
Einerseits mimt Mario den Zoowärter und gibt den Zoobesuchern Auskunft über den halbseidenen Langschnabler, der sich leider gerade versteckt. Andererseits ziehen wir durch gespieltes Interesse eine Publikumsschar herbei. Das professionelle Auftreten garantiert uns ein interessiertes, Fragen stellendes und suchendes Publikum.
Wir wollen den Zoo als Institution ansprechen sowie die Zoobesuchenden. Hauptsächlich sind es Familien und Schulen, die an diesem Morgen im Zoo sind. Kinder sind begeisterungsfähig und wollen von den Erwachsenen etwas über die Tiere in Erfahrung bringen.
Der Hack ist weder bösartig noch politisch gemeint. Er spielt mit der Leichtgläubigkeit der heutigen Konsumenten, die aufgrund der Informationsflut nicht mehr in der Lage sind, Quellen kritisch zu hinterfragen.
Um das Vorgehen und die Reaktion zu dokumentieren, halten wir den Hack mit professioneller Hilfe filmisch fest.
Mögliche Erweiterungen des Projekts wären:
- eine Notiz an die zwei Gratiszeitungen „Blick am Abend“ und „20minuten“ zu verschicken. (ein Beispiel wurde von uns bereits aufgesetzt)
- Wäre es möglich, um ein Fantasietier einen ebenso grossen Hype zu schaffen wie bei „Knut“?
Nach unseren Erfahrungen müsste beides möglich sein.
latest comments