all pictures taken from www.streetartutopia.com
a hack a day, keeps the doctor away
seen on/find more: booooooom
“Son Of Man” by Magritte /Remake by Hadas Boneh
“American Gothic” by Grant Wood / Remake by Jesse John Hunniford
– via autopoiet/blog (Sebastian Plönges), dort kann man auch Kommentieren –
„Die Subversion ist die elementare Form des Virtuellen, insofern sie die Realität der einen Struktur nur nutzt, um daraus die Realität einer anderen Struktur zu gewinnen.“ – Dirk Baecker2
„Get yourself out of whatever cage you find yourself in.“ – John Cage
Die Rede vom „Hacking“ und ihrem Protagonisten, dem Hacker, feiert seit einiger Zeit ein bemerkenswertes Comeback. Es ist nicht das erste seiner Art. Für die späten 1990er Jahre diagnostizierte Claus Pias eine vermehrte Verwendung des Begriffs, sei es „[…] als manifesthafte Begründung von Polit-Aktionen oder im Rahmen eines ‚Information Warfare‘ vom computerbestückten Schreibtisch aus, sei es als Terror-Szenario militärnaher Beraterorganisationen oder als Konzeptkunst-Strategie, sei es als Metapher eines real existierenden Dekonstruktivismus oder als Hoffnung eines digitalen Neo-Situationismus, sei es als amtliche Praxis von Geheimdiensten oder nur als globale Liebeserklärung durch einen Virus.“3 Die Analyse scheint heute triftiger denn je. Ein konkreter Anlass, sich wieder auf die Spur des Hackers zu begeben, ist der Besuch des ersten „ArtEduCamps“, zu dem am 3. Dezember 2011 an die Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität Köln geladen wurde – und bei dem auffällig häufig die Rede vom „Hacking“ war; und zwar in einem metaphorischen Sinn.
Das ist sicher kein Zufall, wenn wir mit Dirk Baecker in Rechnung stellen, dass sich der Hacker anschickt, den Intellektuellen der modernen Buchdruckgesellschaft in einer Weise zu beerben, wie jener einst den Priester antiker Hochkulturen beerbte.4 Grund genug, genauer hinzuschauen. Denn die metaphorische Rede vom Hacking bleibt häufig untertheorisiert und ist zudem in ihrer Systemreferenz nicht immer eindeutig: in einem Atemzug werden unter Rekurs auf einen erweiterten Begriffsumfang Institutionen, Interaktionssysteme oder gleich ganze Kulturen gehackt – und mangelnde Trennschärfe mit Hilfe identifikationsstiftender Projektionsflächen überbrückt. Möglicherweise offenbart sich die Leistungsfähigkeit des Begriffs aber erst auf einen zweiten, dritten Blick. Denn es steht zu befürchten, dass eine primär identifizierende Interpretation eine dem Hacking eigene Ambiguität zu schnell preisgibt und so eben jene Spuren verschüttet, die es erst freizulegen gilt. Es sei darum an dieser Stelle vorgeschlagen, den Begriff des Hackens zunächst im Rahmen einer historischen Skizze auf seine ursprüngliche Bedeutung als „Auszeichnung für Einfallsreichtum und Hartnäckigkeit bei Problemlösungen“5 zurückzuführen. Um ihn anschließend auch für eine Theorie sozialer Systeme fruchtbar zu machen, empfiehlt sich der Versuch, den Hacking-Begriff mit Blick auf gesellschaftliche Funktionssysteme, konkret: in Anlehnung an ein systemtheoretisch informiertes Verständnis von Codes und Programmen, zu begreifen. Kann von dort aus der Hack selbst als eine konkrete Form des Sozialen notiert werden? Im Zuge einer experimentellen Re-Kontextualisierung soll der Versuch unternommen werden, einen abstrakteren Begriff des Hacks zu gewinnen, um in einem dritten und letzten Schritt schließlich anzudeuten, wie Hacks nach dem Kontextwechsel von technischen hin zu sozialen Systemen praktisch denkbar sein könnten.

WANTEDs in Western und Abreißzettel im Supermarkt – jeder kennt sie. Phil Jones kennt sie offenscihtlich auch. Er macht sich unser Gewohnheitsverhältnis zu eigen und schreibt es zu Gunsten des Humors um. Zu offensichtlich für einen hack?… oder genau richtig? more of these street billboards: fanthefiremagazine.com


Frisch im Buchhandel das Decoded von Jay-Z. Frisch in public dazu die WahnsinnsKampagne der Agentur Droga5.
Auf einem Hausdach, dem Boden eines Swimmingpools, einem Basketballkorb, einem Auto, allen Tellern in einem Restaurant, einem Billardtisch und sandwich paper finden sich Auszüge aus der first-person chronicle of the Jay-Z life and work. So kann das Buch wirklich niemandem entgehen und erinnert in mehrfacher Hinsicht an die „alte“ Jenny Holzer. Diesmal mit anderem Ziel, oder doch nicht?!
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